Udskriv

 

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 B-wagen im Weinachtzug 11.December 2004. Foto Jakob Hestbæk.

Am Anfang der sechziger Jahre wurden neuen Personenwagentypen entwickelt und ab 1964 bekam die DSB eine Serie moderner Stahlwagen ausgeliefert, die als Typ B bezeichnet wurden.

Es handelte sich um einen derbeiden Standardwagen, die es damals bei der UIC gab. Zum einen gab es Typ X, ein 26,4 m langer Wagen mit 12 Abteilen und zum anderen Typ Y, ein 24,5 m langer Wagen mit 10 Abteilen. Beide Typen hatten 2,5 Minden-Deutz Drehgestelle.

Die meisten Staaten, darunter auch Deutschland, haben Typ X gewählt, aber Dänemark hat sich für Typ Y entschieden. Zum einen passte Typ Y besser auf die Fähren, und zum anderen konnten die Wagen etwas breiter gebaut werden, damit 4 Personen nebeneinander in einem Abteil sitzen konnten.

Die DSB beschaffte sich 229 B-wagen. Einige davon wurde später zu anderen Typen umgebaut, z.B. wurden 25 Wagen zu Bk "Kiosk" (Imbiss)-Wagen, umgebaut.

Die Wagen wurden Weinrot ausgeliefert, sind aber später, als die DSB in den Jahren 1973-74 die IC-Züge und damit auch ein neues Design einführte, in Designrot umlackiert worden.

Die letzten B-Wagen wurden im Jahr 2000, nun als Baureihe B-t bezeichnet, ausgemustert und in den Iran verkauft.

Einer der B-Wagen, B2019, kam im Jahr 1965 zur DSB und wurde 1967 zum B 51 86 20-84 019-0 umnummeriert.

1973 wurde dieser Wagen zu einem Imbiss-Wagen (Bk) umgebaut. Zur gleichen Zeit bekam er auch die Bezeichnung Bk 50 86 85-84 019-3 und Designfarbe. 1984 bekam der Wagen schon wieder eine neue Nummer, 50 86 85-83 019-4, und im Jahr 1993 wurde der ehemalige B 2019 schiesslich ausgemustert.


Die dänischen Wagen, die wir von den Modellbahnherstellern kennen, sind bloss umlackierte deutsche Wagen wie z.B. der B-Wagen von MiniTrix (Bezeichnet Bn). Dieser ist mit einer Länge von 165 mm zu lang. Die dänischen Wagen sind nur 153 mm lang.

Es ist jedoch möglich einen richtigen dänischen B-Wagen zu bauen. Michael Rasmussen hat das versucht, um wieder B 2019 zum Leben zu erwecken.

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Als Basiswagen ist ein Fleischmann Personenwagen vorgesehen, der gekürzt wird, indem Michael ein Abteil entfernt, den Boden entsprechend verkürzt und ein neues korrekten Dach anbringt.

Die Fleischmann Wagen eignet sich gut für den Umbau, weil er lose Fenster hat, die sich herausnehmen und nach dem Umbau wieder einsetzen lassen.

Die Wagen ist beim Händler oder auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich.

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Das dänische Dach kann bei Scheuer Modeller gekauft werden. Das Dach ist so hergestellt, dass es genau auf den gekürzten Fleischmannwagen passt. Es lässt sich ganz einfach dran "klipsen".

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Der einzige Fehleran dem Fleischmannwagen ist das zu breite Toilettenfenster, aber Michael ändert es nicht, damit das fensterstück noch passt.

Wir brauchen also:

Der Umbau:

1. Wagen auseinander nehmen:

Der Wagen vorsichtig auseinander bauen und dabei darauf achten welche Teile wohin gehören. Die meisten Teile werden später wieder an derselben Stelle angebracht.

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Alle teile des Wagens.

Schraube als erstes die Drehgestelle ab und entferne Danach den Boden. Zwischen Boden und Wagenkasten befindet sich ein Gewicht. Das Dach ist nur durch einige Zapfen befestigt und wird nicht mehr gebraucht.

Die Gummiwülste am Ende des Wagens lassen sich vorsichtig herausziehen. Das Endfenster sitzt am Abteil fest, es lässt sich aber mit einer kleinen Pinzette oder einem Schraubenzieher rausziehen.

Die Seitenfenster werden herausgenommen. Achtung, sie sind sehr fest eingesetzt und müssen mit einem Zahnstocher o.ä. ausgedrückt werden um Kratzer zu vermeiden.

Die Abteile lassen sich nicht entfernen, da sie sind zusammen mit dem Wagenkasten gegossen sind.

2. Schneiden

Der Wagenkasten wird jetzt an zwei Stellen durchgeschnitten, wie hier gezeigt.

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Hier sind die Stellen auf dem zusammengebauten Wagen eingezeichnet. Den Wagen auseinander nehmen und den Wagenkasten und den Boden an unterschiedlichen Stellen durchschneiden.

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Zuerst den Boden (also den mit dem Wagenkasten zusammengegossenen Boden) entlang der Wagenseiten freischneiden (die beiden waagerechten Linien auf dem Bild) schneiden. Danach die Inneneinrichtung einer Abteil entfernen...

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dabei um die Abteile herum schneiden, damit sie nicht zerstört werden.

... anschliessend wird die Wagenseite durchgeschnitten. Michael hat eine kleine runde "Proxxon/Dremmel" Säge benutzt, aber es geht auch mit einer "Rocosäge".

Die beiden Teile des Wagenkasten müssen angepasst werden, damit sie sich leicht zusammensetzen lassen. Achtung, dabei nicht zu viel abschneiden. (Wird zu viel abgeschnitten, verbessert man es am besten mit Modellfüllmasse.)

Der Abstand zwischen den Fenstern muss so angepasst werden, dass er genau so Gross ist wie der Abstände zwischen den anderen Fenstern des Wagens.

Schleif/Schneide die Details auf der Wagenunterseite weg. Schneide die Wagenunterseite durch und entferne ein Stück davon. Achtung, wieder auf die Länge aufpassen!!

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Hier sind die Details der Wagenunterseite entfernt und die Trennstellen mit Modellfüller gefüllt.

3. Zusammenbau.

Jetzt wird die Wagenunterseite zusammengebaut. Wenn die Länge passt, werden die Wagenkastenteile angeklebt. Vergiss nicht das Gewicht zu kürzen und einzulegen. Die Teile werden mit Sekundenkleber angesetzt und danach mit Araldit festgeklebt. (Der Wagen sollte eigentlich Wagenunterseitendetails haben, aber das muss später folgen.)

Die Fugen vom Ausschneiden müssen, wie oben gezeichnet, mit Füllmasse gefüllt werden. nicht die Fuge zwischen den Wagenkasten und der Wagenunterseite vergessen. Danach die Seiten und die Unterseite schleifen, bis keine Fugen mehr zu sehen sind.

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4. Bemalung.

Der Wagenkasten muss zuerst mit grauer Farbe grundiert werden, und anschliessend entweder mit weinroter oder designroter Farbe gestrichen werden. Die dänischen Wagen sind am Wagenboden und der Wagenseite mit gleicher Farbe gestrichen. Das Dach wird Silber gestrichen und anschliessend "angeklipst".

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Probezusammenbau ohne Farbe und Fenstern.

5. Zusammenbau des Wagens.

Die Fensterstücke werden gekürzt, damit sie passen, danach eingeklebt. Die Gummiwülste und die Endfernster werden eingesetzt und das Dach "angeklipst". Die Beschriftungen werden angeklebt, die Drehgestelle festgeschraubt, und

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der Wagen B 2019 ist einsatzbereit. 

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Auch die kleinen Beschriftungen müssen angebracht werden.

Jetzt ist es Zeit für Kaffee und Kuchen, wonach zwei weitere Wagen fertiggestellt werden

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 und wir haben einen Korrekten Personenzug von 1966.

 Übersetzung dänisch-deutsch mit grosser Hilfe von Karsten Madsen und Ulf Häger.